Di

08

Okt

2013

Kölns Garten-Initiativen stellen sich vor

Am 24. und 25. September veranstalteten der NeuLand Garten und die Stiftung anstiftung & ertomis (München) einen Workshop zum Thema: Wie gründe ich einen (interkulturellen) Gemeinschaftsgarten.

Ziel des Workshops war es, die Akteure verschiedenster Gartenprojekte aus ganz Deutschland mit einander bekannt zu machen. Außerdem wurden unterschiedliche Gemeinschaftsgärten in Köln besichtigt. Auch der GuilleaumeGarten stellte sich den Workshop-Teilnehmern vor. Es gab viel positives Feedback und eine Reihe sehr guter Tipps und Anregungen, um den Garten noch weiter aufblühen zu lassen.

 

Auch an dieser Stelle geht noch mal ein Dank an die Veranstalter und die interessierten Teilnehmer. Schön zu sehen, wie viele Menschen sich im Bereich Urban Gardening engagieren. Das macht Mut und Lust weiter aktiv zu bleiben.

 

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Mi

31

Jul

2013

Garten-Gospel auf TED.com

Gärtnern macht Laune! Gemüse, Blumen und Kräuter anbauen lockt Kinder an ebenso wie Erwachsene. Raus gehen und die eigene, nächste Umgebung bepflanzen und abernten; (s)einen Teil beitragen zu Nachhaltigkeit, gesunder Ernährung, einem schöneren Stadtbild, mehr Zufriedenheit und und und...!

 

Auf Ted.com gibt es zwei sehr empfehlenswerte Talks, die sich diesem Thema widmen.

 

Stephen Ritz, ein Lehrer aus der Bronx, spricht darüber, wie er mit seinen Schülern im wahrsten Wortsinn für's Leben lernt. Er baut essbare Wände, plant grünflächen, bepflanzt Schulhöfe draußen und Klassenräume drinnen - und am Ende landet das geerntete Gemüse bei Hilfsbedürftigen und in der eigenen Schul-Cafeteria!

 

 

 

Ron Finely, Guerilla-Gärtner aus South Central LA, hat keine Lust mehr auf Fast Food Restaurants, Entfremdung von gesunder Nahrung, ungenutzte Brachen, steigende Zahlen bei Krankheiten, Arbeitslosigkeit und Kriminalität. Sein Ansatz: der Gärtner ist der neue Gangster - mit der Schaufel als Waffe seiner Wahl. Gärtnern ist sexy und trifft die Menschen da, wo es am längsten vorhält und am meisten bewegt: im Herzen.

 

 

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Mo

24

Jun

2013

Nachhaltiges Bürgerengagement im Bereich Grünflächen - How to?

Urbane Gemeinschaftsgärten und Grünflächenpatenschaften liegen im Trend wie nie zuvor. Die Stadt ist in weiten Teilen eng und grau, die Preise für Grundstücke und Mieten sind extrem und steigen weiter. Schrebergärten sind aber auf Jahre ausgebucht und den eigenen Garten hinterm Haus können sich in der Stadt eh nur die wenigsten leisten. Deshalb treibt es viele Leute inzwischen vor die Haustür, wo sie sich bewaffnet mit Spaten und Stiefmütterchen den Baumscheiben und Pflanzkübeln annehmen. Das bürgerschaftliche Engagement hat positive Auswirkungen auf beiden Seiten: Die Stadt spart Kosten für die Betreuung der Flächen und die Anwohner beteiligen sich mit ihrer eigenen Handarbeit an der Gestaltung ihrer Umgebung, was die Identifikation mit der Stadt wiederum steigert. Aber ist das die Ideallösung? Nicht ganz.

 

Im Optimalfall würde eine fortlaufende Kooperation zwischen den Bürgern und der Stadt entstehen. Kleine Unterstützungen halten die Motivation der engagierten Freizeitgärtner länger hoch. Für eine Grünflächenpatenschaft, wie sie in diesem Fall übernommen wurde, erhält der Pate eine Urkunde. Das ist eine nette Geste, die jedoch nicht langanhaltend wirkt. Wie wäre es mit einem Frühlingserwachen-Paket, bestehend aus einer neuen Handschaufel und einer bunten Mischung Blumensamen – immer im März? Oder einem Satz Nutzpflanzen-Samen, die dann auf der Fensterbank angezogen und im Frühling ins Freiland ausgesetzt werden können? Oder einem Eintrag in einer Art Bürger-engagieren-sich-Broschüre: Nach dem Motto „Wir gestalten Köln“? Oder wie klingen Foto-Wettbewerbe um die schönste Baumscheibe zu prämieren?

Natürlich ist auch das wieder mit Mehrausgaben verbunden. Aber ganz für umsonst ist ehrenamtliches Engagement dann eben doch nicht zu haben – zumindest dann nicht, wenn es nachhaltig den städtischen Geldbeutel im Bereich des urbanen Grüns entlasten soll. Gerade Gartenarbeit erfordert Geduld und Ausdauer. Und der Einsatz ist mit hohen persönlichen Kosten und großem Zeitaufwand verbunden. Außerdem trüben rücksichtslose Hundebesitzer, Ratten und menschlicher Vandalismus schnell den Spaß an der Arbeit. Rückschläge sind – wenn auch absehbar – sehr demotivierend. Und wenn deshalb irgendwann das Engagement wieder nachlässt, an den Einsparungen aber nicht mehr zu rütteln ist, dann steht das städtische Grün und auch die Stadt vor einem großen Problem: der Verfall setzt wieder ein und geht schneller von Statten als zuvor, nur diesmal ist keiner da, der eingreift – oder eben wieder nur bis zum nächsten Rückschlag. Die Stadt muss sich bemühen, einen andauernden Dialog mit ihren Grünflächenpaten zu führen. Sie sollte die Paten einladen zu Vorträgen, Infoveranstaltungen oder Workshops, und wie gesagt animieren zu heroischen Taten (Wettbewerb um die schönste Fläche) und diese dann aber auch entsprechend würdigen. Es darf bei den Paten nicht das Gefühl entstehen, alleingelassen zu werden. Die Bürger tun gern was für Ihre Stadt – das Engagement fördert das Zugehörigkeitsgefühl und die Lebenszufriedenheit. Aber die Stadt muss auch etwas zurückgeben und nicht nur streichen und kürzen und hoffen, dass der kleine Bürger den Rest schon schaukeln wird.

 

Zum Thema: Interessanter Weise spielt in der 2009 durchgeführten Bürgerumfrage zu bürgerschaftlichem Engagement (Veröffentlichung: Januar 2012) der Bereich Grünflächen(patenschaften) absolut keine Rolle. Warum? (http://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/pdf15/koelner-statistische-nachrichten-1-2012-buergerschaftliches-engagement.pdf)

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Fr

21

Jun

2013

Good News - Bad News

Am Mittwochabend wurde wieder eine große Menge Pflanzen im Guilleaumegarten eingepflanzt. Darunter Lilien, Immergrün, Frauenmantel, Storchenschnabel u.v.m. Dank hierfür geht erneut an den Thurner Hof.

Während drei aktive Helfer tätig waren, kamen zahlreiche Nachbarn auf uns zu und bekundeten ihr Interesse. Das Feedback ist bis heute eigentlich durchgehend positiv, auch wenn einige doch skeptisch sind und glauben, dass von der Verschönerung nicht lange etwas bleiben wird. Wir werden sehen. Es gibt nun auch eine buchstäbliche Wasserquelle. Eine Nachbarin hat angeboten, bei längeren Hitzeperioden ihren Wasseranschluss zur Verfügung zu stellen. Eine schöne Nachricht!

Auch schön: gestern Abend wurden rund 1,5 Meter Beet auf der gesamten Breite (also etwa 10qm) umgegraben und von Löwenzahn und Brennnesseln befreit. Großartig! Und danke an den unbekannten Mitstreiter:)

 

Eine weniger gute Nachricht: Die Fette Henne an der Südseite des Beetes ist gerupft worden. Oder ist sie dem Unwetter zum Opfer gefallen?! Die Bruchstellen sehen sehr nach "Schnittstellen" aus, aber da sonst alle Pflanzen intakt sind, lassen wir den schweren Regen Schuld sein und freuen uns, dass sonst alles in bester Ordnung ist.

Schön auch, dass jetzt sicherlich eine Woche niemand ans Gießen denken muss.

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Mo

17

Jun

2013

Neue Bilder und eine tolle Idee

Zuerst: die neusten Bilder vom GuilleaumeGarten:)

 

Dann: EINE KARTE!


View Tour de Netzwerk Urbanes Grün in a larger map

 

 

Dank einer großartigen Idee zu einer Tour de NUGK, entstand in den letzten Tagen eine Karte, auf der alle Garteninitiativen Kölns eingetragen werden können. Die meisten sind schon drauf. Eine super Übersicht!

Der Plan, alle Stätten des urbanen Gärtnerns im Zuge einer Fahrradtour abzufahren gefällt mir sehr gut. Zwar glaube ich, dass man jetzt schon eher 3 Touren einplanen muss, aber das macht ja nichts. Der Sommer kommt!:) Vielleicht lässt sich das ja auch mit einer Fahrrad-Demo verbinden:)

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Wie erreicht die Stadt ein nachhaltiges Bürgerengagement im Bereich Grünflächen?

Urbane Gemeinschaftsgärten und Grünflächenpatenschaften liegen im Trend wie nie zuvor. Die Stadt ist in weiten Teilen eng und grau, die Preise für Grundstücke und Mieten sind extrem und steigen weiter. Schrebergärten sind aber auf Jahre ausgebucht und den eigenen Garten hinterm Haus können sich in der Stadt eh nur die wenigsten leisten. Deshalb treibt es viele Leute inzwischen vor die Haustür, wo sie sich bewaffnet mit Spaten und Stiefmütterchen den Baumscheiben und Pflanzkübeln annehmen. Das bürgerschaftliche Engagement hat positive Auswirkungen auf beiden Seiten: Die Stadt spart Kosten für die Betreuung der Flächen und die Anwohner beteiligen sich mit ihrer eigenen Handarbeit an der Gestaltung ihrer Umgebung, was die Identifikation mit der Stadt wiederum steigert. Aber ist das die Ideallösung? Nicht ganz.

 

Im Optimalfall würde eine fortlaufende Kooperation zwischen den Bürgern und der Stadt entstehen. Kleine Unterstützungen halten die Motivation der engagierten Freizeitgärtner länger hoch. Für eine Grünflächenpatenschaft, wie sie in diesem Fall übernommen wurde, erhält der Pate eine Urkunde. Das ist eine nette Geste, die jedoch nicht langanhaltend wirkt. Wie wäre es mit einem Frühlingserwachen-Paket, bestehend aus einer neuen Handschaufel und einer bunten Mischung Blumensamen – immer im März. Oder einem Satz Nutzpflanzen-Samen, die dann auf der Fensterbank angezogen und im Frühling ins Freiland ausgesetzt werden können. Oder einem Eintrag in einer Art Bürger-engagieren-sich-Broschüre: Nach dem Motto „Wir gestalten Köln“. Oder Foto-Wettbewerben um die schönste Baumscheibe zu prämieren. Natürlich ist auch das wieder mit Mehrausgaben verbunden. Aber ganz für umsonst ist ehrenamtliches Engagement dann eben doch nicht zu haben – zumindest dann nicht, wenn es nachhaltig den städtischen Geldbeutel im Bereich des urbanen Grüns entlasten soll. Gerade Gartenarbeit erfordert Geduld und Ausdauer. Und der Einsatz ist mit hohen persönlichen Kosten und großem Zeitaufwand verbunden. Außerdem trüben rücksichtslose Hundebesitzer, Ratten und menschlicher Vandalismus schnell den Spaß an der Arbeit. Rückschläge sind – wenn auch absehbar – sehr demotivierend. Und wenn deshalb irgendwann das Engagement wieder nachlässt, an den Einsparungen aber nicht mehr zu rütteln ist, dann steht das städtische Grün und auch die Stadt vor einem großen Problem: der Verfall setzt wieder ein und geht schneller von Statten als zuvor, nur diesmal ist keiner da, der eingreift – oder eben wieder nur bis zum nächsten Rückschlag. Die Stadt muss sich bemühen, einen andauernden Dialog mit ihren Grünflächenpaten zu führen. Sie sollte die Paten einladen zu Vorträgen, Infoveranstaltungen oder Workshops, und wie gesagt animieren zu heroischen Taten (Wettbewerb um die schönste Fläche) und diese dann aber auch entsprechend würdigen. Es darf bei den Paten nicht das Gefühl entstehen, alleingelassen zu werden. Die Bürger tun gern was für Ihre Stadt – das Engagement fördert das Zugehörigkeitsgefühl und die Lebenszufriedenheit. Aber die Stadt muss auch etwas zurückgeben und nicht nur streichen und kürzen und hoffen, dass der kleine Bürger den Rest schon schaukeln wird.

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Der GuilleaumeGarten

Das Hochbeet an der Guilleaumestraße wurde in der Vergangenheit von der Stadt gehegt, gepflegt und Jahr für Jahr neu bepflanzt. Leider ist dafür kein Geld mehr vorgesehen. Da sich einige Anwohner jedoch nicht damit abfinden wollen, dass diese großzügige Fläche zum reinen Hundeklo verkommt, wird jetzt selber Hand angelegt.

Wir wollen eine Blumenwiese, verschiedenste Pflanzen und Kräuter. Außerdem soll ein Teil der Fläche als Liegewiese erhalten bleiben.

Urbanes Grün in Köln